Au weia, die demokratische Linke ist erzürnt, ich habe sie mit den bösen Nazis „verglichen“ (nicht wirklich: ich habe festgestellt, das die ökonomischen Vorschläge eine nennenswerte Schnittmenge haben).
Was macht die demokratische Linke dagegen wirklich? Nehmen wir doch mal den guten, alten Chavez (den die Linkspartei verteidigt, wenn er die Presse zensiert oder Merkel mit Hitler vergleicht), was sieht man da?
Zwischen 2002 und 2004 haben mehrere Millionen Einwohner Venezuelas Petitionen gegen Chavez unterzeichnet. Diese Stimmen wurden in eine Datenbank gepakt und veröffentlicht und, tata, kaum ist Chavez in Amt und Würden, werden die Oppositionellen ins Gefängnis geworfen? Nein! Werden sie erschossen? Nein!
Aber diskriminiert: Ihre Einkommen fielen verglichen mit Nichtunterzeichnern im Mittel um 10%, sagen Ökonomen, in diesem Papier. Insbesondere im öffentlichen Sekter werden sie rausgeworfen. Chavez sagte dazu 2003 im Fernsehen:
Whoever signs against Chávez… their name will be there, registered for history, because they’ll have to put down their first name, their last name, their signature, their identity card number, and their fingerprint.
Demokratischer Sozialismus mag ja besser als Faschismus sein. Geschenkt. Ich sage trotzdem „nein, danke“ und bleibe gerne im pluralistischen Westen.
(Via: Marginal Revolution)
Mai 7, 2009 at 9:24
„Demokratischer Sozialismus“ ist doch ein Oxymoron, Daniel.
Dass „internationalistischer Sozialismus“ im Sinne von „wir ermorden nur den, der sich nicht umerziehen läßt“ wahrschenlich ein Fünkchen weniger umenschlich ist, als „nationalistischer Sozialismus“ wie 33-45, stimmt zwar, ich sehe aber keine Notwendigekeit sich zwischen diesen beiden zu entscheiden. Man darf sich nicht auf die Behauptung der sogenannten Antifaschisten einlassen, dass roter und brauner Sozialismus Gegensätze darstellen würden. Götz Aly („Unser Kampf“) hat recht.
Mai 7, 2009 at 9:40
Ich wollte vor allem den Punkt rüberbringen, das es, egal wie man es zu anderen Systemen einordnet, kompletter Mist ist.
Mai 10, 2009 at 8:29
Ganz meine Meinung: Jeder Politiker, der einen Chavez in Schutz nimmt oder gar lobt, der ist ganz offensichtlich kein wirklicher Demokrat, sondern träumt von einem ganz anderen System.
Mai 18, 2009 at 10:03
Sinkt der Ölpreis, sinkt die Würde – und Hugo redet doch wieder mit den teuflischen Imperialisten.
http://aron2201sperber.wordpress.com/tag/chavez/
Die wackeren Antiimperialisten werden jetzt sicher enttäuscht sein.