Ich habe eben ein interessantes Parteiprogramm gefunden. Ein paar Zitate daraus:
29. Die Lebensstandardsicherung in der gesetzlichen Rente wird wieder eingeführt.
30. Die Rente mit 67 wird zurückgenommen.
36. Die Belegschaft wird am Zuwachs des Produktivvermögens beteiligt.
66. Die Strom- und Gasnetze werden in die öffentliche Hand übernommen, Strompreise werden staatlich reguliert.
67. Die Energieversorgung wird wieder rekommunalisiert.
77. Eine Börsenumsatzsteuer von einem Prozent auf alle Börsenumsätze wird erhoben.
Das ist von 2008 und ist aus dem 100-Punkte-Programm der Linken. Das erinnert an ein anderes bekanntes Wahlprogramm:
11. Abschaffung des Arbeits- und mühelosen Einkommens, Brechung der Zinsknechtschaft.
13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trusts) Betriebe.
14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.
15. Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung.
16. Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung, sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an den Staat, die Länder oder Gemeinden.
17. Wir fordern eine unseren nationalen Bedürfnissen angepaßte Bodenreform, Schaffung eines Gesetzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke. Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation.
Das ist aus dem 25-Punkte-Programm der NSDAP aus dem Jahre 1920.
Da schießt man kaum über das Ziel hinaus, wenn man feststellt, das die ökonomischen Forderungen der Nazis und Linken die gleichen sind. Die restliche Ideologie kleidet sich zwar anders, aber es ändert nichts daran: wenn’s dunkel wird, dann sieht eine rote Uniform genau so aus wie eine braune.
Mai 6, 2009 at 1:37
Altersversorgung und Steuern sind ohne jeden Zweifel Nazizeug!
Mai 6, 2009 at 2:11
Wer wollte jetzt noch mal die Hypo Real Estate verstaatlichen? CDU und SPD – auf jeden Fall nicht die LINKE.
Mai 6, 2009 at 5:07
Ich zitiere einfach mal http://de.wikipedia.org/wiki/25-Punkte-Programm:
Mai 6, 2009 at 7:58
Man kann ja Leute so leicht provozieren …
@Aktion Störtebeker: Ich jedenfalls auch nicht.
@Herr Mader: Wenn man sich die umgesetzten Programme ansieht, dann war die NSDAP aber doch recht sozialistisch. Brav Arbeitsbeschaffung und um die Leute kümmern, bis zur Bahre. Dazu Privateigentum komplett regulieren und enteignen? No Problem. Das sehen auch „einige Historiker“ so
Mai 7, 2009 at 1:53
Was ist denn an Altersversorgung oder Steuern so spezifisch nationalsozialistisch?
Mai 7, 2009 at 7:04
classless: nichts. Die rechten Recken brauchen nur wieder irgendeinen Vorwand, um „die Linke“ an sich beschmutzen zu können. Aber diese feinen Herren sind ja schon so voller Scheisse, denn eine Toilette benützen sie nicht mehr, denn auch Hitler hat Toiletten benützt, und zum Schluss könnte man sie noch mit Hitler in Verbindung bringen… zumindest wenn es nach der Logik dieses Artikels geht.
Mai 7, 2009 at 10:18
Es geht nicht um steuern sondern um spekulationssteuern und nicht um renten sondern um deren erhaltung auf zu hohem niveau.